Zur Geschichte der Schule

Die Ernst-Born-Schule wurde 1866 als Elementarschule des Emser Blei- und Silberwerks gegründet. Damals, zur Zeit der Industrialisierung, wuchs die Arbeiterschaft des Werks erheblich an. Über eintausend Menschen arbeiteten in den Gruben und auf der Emser Hütte. Im Talgrund, heute ein von bewaldeten Bergen umgebenes Wohngebiet, standen Bleihütten, Schmelzöfen und Werkshallen, Schlote rauchten, die Hänge waren kahl, Schlackenhalden türmten sich auf. Für die zugezogenen Arbeiterfamilien entstanden Werkswohnungen.

1865 schlug der Bad Emser Bürgermeister Stauch die Einrichtung einer eigenen Werksschule vor. Er wollte die Arbeiterkinder von den Bürgerkindern an der städtischen Elementarschule trennen. Der Direktor des Blei- und Silberwerks, Ernst- Born, war mit der Einrichtung einer eigenen Werksschule einverstanden, lehnte aber ausdrücklich Strauchs Motive einer sozialen Trennung ab. Ihm ging es einzig darum, den Kindern den weiten Weg in die Stadt zu ersparen.

So wurde 1866 in der Arbeiterkaserne an der Arzbacher Straße die Schule eingerichtet. Waren es anfangs 58 Kinder, so verdoppelte sich die Schülerzahl in nur sechs Jahren. Daher veranlasste Borns Nachfolger Freudenberg den Bau eines neuen Schulhauses, der heutigen Ernst-Born- Schule. Am 18. Januar 1876 wurde es eingeweiht.

1920 wurde die Hüttenschule nach ihrem Begründer, dem ehemaligen Werksdirektor Ernst Born benannt.

1953 kaufte die Stadt Bad Ems die Ernst- Born- Schule von der einstigen Bad Emser Bergwerksgesellschaft und übernahm sie damit als Volksschule in ihrer Trägerschaft.

(Quelle: Festzeitschrift Ernst-Born-Schule 1999)